Chemnitz: IS plante Angriff auf Infrastruktur

Der in Leipzig unter Terrorverdacht festgenommene Syrer sollte offenbar im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland angreifen. Das sagte der Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, gestern Abend der ARD.

„Wir hatten Hinweise - nachrichtendienstliche Hinweise -, dass er zunächst einmal Züge in Deutschland angreifen wollte. Zuletzt konkretisierte sich dies mit Blick auf Flughäfen in Berlin.“

Hinweise schon Anfang September

Schon Anfang September habe es Hinweise gegeben, dass der IS einen Anschlag auf Infrastruktureinrichtungen in Deutschland geplant habe. „Wir haben - man kann sagen - bis Donnerstag letzter Woche gebraucht, um herauszufinden: Wer ist dafür in Deutschland verantwortlich?“, sagte Maaßen.

Die Behörden hatten gestern bekanntgegeben, dass der Syrer wohl eine Bombe oder eine Sprengstoffweste bauen wollte. Insgesamt wurden bei ihm rund 1,5 Kilo hochexplosiven Sprengstoffes und weiteres Material gefunden.

Mehr dazu in Flughafen als mögliches Ziel genannt