Junger Iranerin droht erneut Hinrichtung

Der 22-jährigen Iranerin Seinab Sekaanwand (engl.: Zeinab Sekaanvand) droht die Hinrichtung durch den Strang, wie Menschenrechtsaktivisten melden. Die Hinrichtung der jungen Frau war bereits einmal verschoben worden, weil sie schwanger war.

Sekaanwand wird vorgeworfen, ihren Ehemann getötet zu haben. Nach ihren Angaben hatte sie der Mann monatelang geschlagen, wie die britische BBC meldet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gibt an, Sekaanwand sei mit 15 Jahren von zu Hause ausgerissen und habe im selben Alter ihren Mann geheiratet.

Geständnis zurückgezogen

Sie habe mehrmals die Polizei wegen seiner Gewaltattacken alarmiert, ohne Folgen. Der Mann habe einer Scheidung nicht zugestimmt, die Eltern hätten sie verstoßen. Mit 17 wurde Sekaanwand verhaftet, unter Folter der Polizei soll sie gestanden haben, ihren Mann erstochen zu haben.

Später zog sie das Geständnis zurück und gab vor Gericht an, dass ihr Schwager am Tod des Mannes schuld sei. Dieser habe sie auch wiederholt vergewaltigt. Im vergangenen Monat brachte Sekaanwand im Gefängnis ein totes Kind zur Welt. Nun droht ihr am Donnerstag erneut die Todesstrafe.