UNO: Sicherheitskräfte töten 48 Menschen im Kongo

Bei Massenprotesten gegen die Wahlverschiebung im Kongo sind den Vereinten Nationen (UNO) zufolge 48 Menschen von staatlichen Sicherheitskräften in Kinshasa getötet worden. Die meisten von ihnen seien erschossen, einige erstochen oder erschlagen worden.

„In den meisten Fällen kamen die Todesfälle durch einen exzessiven Gebrauch von Gewalt gegen Demonstranten zustande“, hieß es in einem heute veröffentlichten Untersuchungsbericht der UNO-Mission im Kongo und des Menschenrechtsrats in Genf. Die kongolesische Regierung war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ende September war es zu blutigen Ausschreitungen in dem zentralafrikanischen Land gekommen. Auch vier Polizisten wurden getötet. Insgesamt zählten die UNO an drei Tagen „Rechtsverstöße“ gegen 422 Menschen. Außer den 48 Todesfällen zählten dazu Verletzungen, unrechtmäßige Verhaftungen und die Zerstörung von Eigentum.