Argentinien will mit neuen Gesetzen Korruption bekämpfen

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Argentinien verschärft den Kampf gegen Korruption. Die Regierung übersandte in dieser Woche eine Reihe von neuen Gesetzen an den Kongress, wie aus einem Dokument hervorging, das die Nachrichtenagentur Reuters gestern einsehen konnte.

So sollen künftig auch Unternehmen bestraft werden, die versuchen unlauter an öffentliche Aufträge zu gelangen.

Bisher nur Personen belangbar

Bisher können in Argentinien nur Personen für Korruption belangt werden. Die Vorschläge sehen vor, dass die Strafen sich auf bis zu 20 Prozent des Jahresbruttoeinkommens belaufen könnten. Zudem könnte den Firmen für zehn Jahre die Betriebserlaubnis entzogen werden. Sollten sie jedoch bei der Aufklärung von Korruptionsfällen helfen, soll sich dies strafmildernd auswirken.