Gasprom und EU-Kommission nähern sich in Kartellstreit an

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In den Streit zwischen EU-Kartellwächtern und dem russischen Energiekonzern Gasprom kommt Bewegung. Ein Vorschlag des Staatsunternehmens für eine Einigung bekomme noch den „Feinschliff“, erklärte der stellvertretende Konzernchef Alexander Medwedew gestern nach einem Treffen mit Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Einem Insider zufolge soll das Papier in den kommenden Wochen vorgelegt werden, sodass sich die Regierung in Moskau noch einschalten kann.

Die EU-Kommission untersucht die Geschäfte von Gasprom in Europa seit fünf Jahren und wirft dem Unternehmen vor, Wettbewerber zu behindern und in Osteuropa überhöhte Preise zu verlangen. Gasprom liefert etwa ein Drittel des Erdgases, das in Europa verbraucht wird. Die dänische Politikerin Vestager erklärte nach dem Treffen: „Zu diesem Zeitpunkt stehen alle Optionen im Raum.“ Sollte sich Gasprom nicht an die eigenen Zusagen halten, könnte Vestager hohe Strafen verhängen. Möglich ist eine Summe, die zehn Prozent des weltweiten Umsatzes entspricht.