Iran: Haft für Angriff auf saudische Botschaft

Zehn Monate nach dem Sturm auf die Botschaft Saudi-Arabiens in Teheran hat ein iranisches Gericht die Angreifer zu Gefängnisstrafen und Peitschenhieben verurteilt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim standen 20 Beschuldigte heute vor Gericht. Drei der Männer, unter ihnen auch der angebliche Anführer, wurden mit einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe und 70 Peitschenhieben bestraft.

Sie können sich nach islamischem Recht aber noch davon freikaufen. Zwölf Angeklagte erhielten eine dreimonatige Bewährungsstrafe, fünf weitere wurden freigesprochen.

50 Demonstranten verhaftet

Im Jänner hatte eine Gruppe iranischer Extremisten aus Protest gegen die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr die saudische Botschaft in Teheran gestürmt. Bei dem Angriff wurden Teile des Gebäudes in Brand gesetzt und einige Büros verwüstet. 50 Demonstranten wurden damals verhaftet.

Die Aktion führte zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden islamischen Ländern. Präsident Hassan Rouhani verurteilte den Angriff als eine „hässliche Aktion“ und schädlich für die nationalen Interessen.