Angeschlagenes „Wall Street Journal“ baut Stellen ab

Das wirtschaftlich angeschlagene „Wall Street Journal“ reagiert auf die gesunkenen Werbeeinnahmen und nimmt den angekündigten Stellenabbau in Angriff. Gestern seien Mitarbeiter im Lokalteil für den Großraum New York entlassen worden, erklärte die Gewerkschaft IAPE. Unter den Betroffenen seien 19 Gewerkschaftsmitglieder.

Chefredakteur Gerald Baker kündigte zudem an, dass vom 14. November an etwa die Wirtschaftsteile „Business & Tech“ und „Money & Investing“ zu einer Rubrik verschmolzen werden. Die gedruckte Zeitung müsse auf einem soliden finanziellen Fundament stehen. Zugleich solle das digitale Geschäft wachsen.

Das 1889 gegründete Blatt, das 36 Pulitzerpreise gewonnen hat, kämpft wie viele andere Zeitungen mit einem Rückgang der Anzeigeneinnahmen in der gedruckten Ausgabe. Die Mutterfirma Dow Jones hatte deswegen im Oktober einen Sparplan angekündigt. Mitarbeitern wurde angeboten, gegen eine Abfindung freiwillig zu gehen. Nach Angaben von IAPE nahmen 48 ihrer Mitglieder das Angebot an. Insgesamt sei die Offerte 450 Angestellten unterbreitet worden.