Schweres Erdbeben in Neuseeland - Stärke 7,8

Ein schweres Erdbeben hat heute Mittag (europäische Zeit) die Region von Christchurch in Neuseeland erschüttert. Die Magnitude betrug laut dem US-Geodynamik-Dienst 7,8. Laut dem Deutschen Geoforschungszentrum lag die Stärke sogar bei 7,9. Das Epizentrum lag 91 Kilometer nordöstlich der Stadt, der Ursprung des Bebens in zehn Kilometer Tiefe.

Zivilschutz warnt vor Tsunami

Laut dem Zivilschutz rollt nun ein Tsunami auf die Inseln zu. Die erste Welle habe die Nordostküste der Südinsel erreicht. Sie könne auch weitere Küstenbereiche der Nord- und Südinsel sowie die knapp 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands in Kürze treffen.

Über Stunden könnten weitere Wellen auflaufen, die erste Welle müsse nicht die größte sein. „Begeben Sie sich sofort ins Inland oder zu höheren Punkten“, warnte der Zivilschutz die Küstenbewohner.

Vorerst keine Berichte von großen Schäden

Laut ersten Angaben von Betroffenen könnten sich die Schäden in Grenzen gehalten haben. Auch die Stadtverwaltung von Christchurch wusste von keinen dramatischen Vorfällen, richtete an die Bevölkerung aber die Aufforderung, beim Autofahren auf mögliche unerwartete Straßenschäden zu achten.

Neuseeland ist in den vergangenen Jahren immer wieder von Erdbeben betroffen gewesen. Ein Beben der Stärke 6,3 hatte im Jahr 2011 in der Gegend um Christchurch schwere Schäden angerichtet. 185 Menschen starben damals, etwa 10.000 Häuser wurden schwer beschädigt.