Verordnung für automatisiertes Fahren in Begutachtung

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Eine Verordnung zum Kraftfahrgesetz ist gestern in Begutachtung gegangen: Mit ihr soll in Österreich automatisiertes Fahren künftig ermöglicht werden. Drei Anträge dafür wurden im Vorfeld beim Verkehrsministerium eingereicht. Mitte Dezember wird die Verordnung in Kraft treten, ab dann sind Tests mit selbstfahrenden Autos möglich.

Leichtfried sieht viele Chancen

„Selbstfahrende Autos werden in den kommenden Jahren nach und nach unsere Straßen erobern. Diese neue Technik bringt viele Chancen, für unsere heimische Autolieferindustrie und auch für die Verkehrssicherheit“, sagte Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) der APA.

Grundlage für die selbstfahrenden Autos war eine Novelle zum Kraftfahrgesetz. Daraufhin gab es die drei Anträge - vom Bundesheer, das selbstfahrende Heeresfahrzeuge testen will, von AVL für einen Autobahnpiloten mit automatischem Spurwechsel sowie von Salzburg Research für einen selbstfahrenden Kleinbus im urbanen Bereich.

Testpilot muss immer anwesend sein

Alle drei Anträge wurden in die Verordnung eingearbeitet. Sie ist daher für andere, vergleichbare Fälle anwendbar, auch Dritte können auf dieser Basis um Tests ansuchen. Die Verordnung kann zwei Arten von Testsituationen regeln: Tests von bereits existierenden, in anderen Ländern schon zugelassenen Systemen wie beispielsweise Autobahnassistenten und auch Tests von noch nicht genehmigten Systemen wie einer neuen Autopilotfunktion.

Auch bei den selbstfahrenden Autos gilt künftig, dass immer ein Lenker - ein geschulter Testpilot - anwesend sein muss. Dieser bleibt letztverantwortlich und muss mit dem System vertraut sein, dass er die Fahraufgaben auch jederzeit wieder übernehmen kann.