Alte Strukturen in Maya-Pyramide entdeckt

Mexikanische Forscher haben im Inneren der Kukulkan-Pyramide in der Ruinenstadt Chichen Itza bisher unbekannte Vorläuferstrukturen entdeckt. Dabei handle es sich möglicherweise um eine Rampe oder Stiege, einen Altar und eine Mauer oder Säule, teilten die Spezialisten der Universität Unam gestern mit.

Kukulkan-Pyramide in der mexikanischen Ruinenstadt Chichen Itza

APA/AFP/Alejandro Medina

Die Gebäudeteile stammten aus den Jahren 550 bis 800 nach Christus und wurden mittels elektronischer Tomografie entdeckt. „Das sind noch vorläufige Ergebnisse“, sagte Projektkoordinator Rene Chavez.

„Nur wenige Informationen über Periode“

Die Kukulkan-Pyramide wurde in verschiedenen Etappen errichtet. Der heute sichtbare Teil stammt aus der Periode 1050 bis 1300 nach Christus. Bisher war bereits eine Unterstruktur aus den Jahren 800 bis 1000 nach Christus bekannt. Damals kam es auf der Halbinsel Yucatan zu einer Vermischung der Maya mit anderen Kulturen aus Zentralmexiko.

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Die Entdeckung entzückt die Wissenschaftler.

Die nun entdeckten Teile stammen aus der reinen Maya-Zeit. „Über diese Periode haben wir nur wenige Informationen“, sagte die Archäologin Denisse Lorenia Argote. Chichen Itza ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten Mexikos. Seit 1988 gehört die Ruinenstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.