Japans Premier hatte „herzliches Gespräch“ mit Trump

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe ist nach eigenen Worten zuversichtlich, ein vertrauensvolles Verhältnis zum künftigen US-Präsidenten Donald Trump aufzubauen. Ohne Vertrauen könne das japanisch-amerikanische Bündnis nicht bestehen, sagte Abe gestern (Ortszeit) nach einem Treffen mit dem Wahlsieger in New York.

Japans Regierungschef Shinzo Abe mit Donald Trump

APA/AFP/Cabinet Secretariat

Das Gespräch sei „offen und herzlich“ gewesen. Er habe mit Trump vereinbart, einander erneut zu treffen, sagte Abe. Das 90-minütige Gespräch mit Abe im New Yorker Trump Tower war das erste persönliche Treffen des Milliardärs mit einem ausländischen Regierungschef seit seinem Wahlsieg.

Tokio wegen früherer Trump-Forderungen alarmiert

Die USA und Japan sind seit vielen Jahrzehnten enge Verbündete. In dem asiatischen Land sind Zehntausende amerikanische Soldaten stationiert. Trump fordert jedoch schon länger, dass Staaten wie Japan für die Hilfe der US-Streitkräfte mehr bezahlen sollen. Zudem ist die Regierung in Tokio alarmiert, weil Trump das Transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) ablehnt.

Flynn und Romney im neuen Kabinett?

Indes will Trump einem Insider zufolge einem Ex-Geheimdienstler den einflussreichen Posten des nationalen Sicherheitsberaters anbieten. Trump habe sich für den früheren Generalleutnant Michael Flynn entschieden, hieß es aus dem Team des Republikaners.

Im Rennen um den begehrten Posten des Außenministers tauchte indes überraschend der Name des profilierten Trump-Kritikers Mitt Romney auf, der die Präsidentenwahl 2012 gegen Amtsinhaber Barack Obama verlor. Romney will sich wohl morgen mit Trump treffen.