Kolumbiens Präsident unterzog sich Krebsuntersuchung

Der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos hat sich wegen Krebsverdachts in den USA einer Reihe medizinischer Tests unterzogen. „Untersuchungen abgeschlossen. Endergebnisse kommen in der nächsten Woche“, schrieb der Staatschef gestern nach den Tests im Johns-Hopkins-Spital in Baltimore auf Twitter.

Anfang der Woche waren bei Santos bei einer Untersuchung in Kolumbien erhöhte Werte des prostataspezifischen Antigens festgestellt worden. Das Enzym gilt als Marker in der Diagnose von Prostatakrebs. Der Präsident war bereits vor vier Jahren wegen Prostatakrebses operiert worden.

Für seine Bemühungen um einen Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation FARC war Santos in diesem Jahr der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Das Abkommen wurde zwar in einem Referendum abgelehnt, soll jetzt aber in leicht abgeänderter Form vom Kongress beschlossen werden.