Kanye West brach Konzert nach Wutrede ab

Nach einer 90-minütigen Verspätung hat der US-Musiker Kanye West am Samstagabend sein Konzert im kalifornischen Sacramento begonnen. Zehn Minuten später startete er mit einer Wutrede und brach das Konzert kurz darauf ab. Ein für gestern Abend geplantes Konzert wurde ohne Angabe von Gründen abgesagt.

In seiner Ansprache nahm er Bezug auf die Politik in den USA. „Es ist eine neue Welt, Hillary Clinton, es ist eine neue Welt“, sagte er etwa. „Es ist eine neue Welt. Gefühle zählen. Und weißt du, warum“, sagte West in Sacramento in Richtung der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin. „Jeder im Mittleren Westen der USA hat etwas gefühlt, und sie haben dir gezeigt, wie sie gefühlt haben. Gefühle sind wichtig, bro.“

„Gesegnet mit Visionen“

In seiner Rede zeigte sich der Ehemann von Promisternchen Kim Kardashian von Musikerkollegen wie Beyonce und Jay-Z und von Radiostationen enttäuscht, die immer dasselbe spielen würden. "Ich habe die Visionen, bro. Damit bin ich gesegnet. Mit meiner Vision. Ich drücke mich nicht immer perfekt und richtig aus, aber ich sage, was ich fühle", ergänzte West.

Der Veranstalter will laut "Sacramento Bee" den vollen Eintrittspreis zurückzahlen. Viele Fans fühlten sich dennoch vor den Kopf gestoßen. Schon zuvor hatte West Anhänger verärgert, weil er bei einem Konzert klar Stellung für den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump bezogen hatte. Trumps Kampagne sei genial gewesen.