Visegrad-Gruppe will Flüchtlingszentrum außerhalb der EU

Die Innenminister Polens, der Slowakei, Tschechiens und Ungarns haben gestern in Warschau die Gründung eines Zentrums zur Hilfe für Flüchtlinge außerhalb der EU angekündigt. Es gehe darum, den Menschen dort Hilfe zukommen zu lassen, wo sie „Zuflucht vor dem Krieg gesucht“ hätten, im Libanon, in Jordanien, in den Flüchtlingscamps, sagte der polnische Innenminister Mariusz Blaszczak.

Das neu gegründete Zentrum zum Management der Flüchtlingskrise soll von Polen geleitet werden und Hilfsaktionen der beteiligten Staaten koordinieren. Die vier Länder, die zusammen die Visegrad-Gruppe bilden, lehnten erneut das von der Europäischen Union beschlossene Quotensystem ab. Sie bezeichneten das System, dem zufolge Flüchtlinge zwischen den EU-Staaten aufgeteilt werden sollen, als „unwirksam“.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter aus Belgien, Bulgarien, Kroatien, Österreich und Slowenien teil. Die Teilnehmer bekräftigten ihre Position, die Grenzen der EU undurchlässiger zu machen und die Flüchtlinge zur Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu ermutigen.