Indische Soldaten töten neun Zivilisten in Pakistan

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Bei Schüssen indischer Soldaten auf einen Passagierbus auf der pakistanischen Seite der umstrittenen Grenzregion Kaschmir sind laut pakistanischen Angaben neun Zivilisten getötet worden. Zehn Menschen seien zudem verletzt worden, sagte heute ein örtlicher Polizeibeamter. Laut einer Stellungnahme der Armee traf eine Mörsergranate den Bus nahe dem Grenzdorf Dhudnial.

Erst gestern hatte die indische Armee mitgeteilt, dass drei ihrer Soldaten an der Grenze von pakistanischen Soldaten getötet worden seien. Ein Leichnam sei „verstümmelt“ gewesen. Laut Medienangaben war der Mann geköpft worden. Eine indische Armeequelle bestätigte, Indien habe daraufhin mit Mörsern und Granaten auf die pakistanische Seite gefeuert.

Seitdem Indien Ende September erstmals seit 45 Jahren zugegeben hatte, mit seinen Soldaten die Grenzlinie übertreten zu haben, gab es dort fast täglich Schusswechsel zwischen Soldaten der beiden Nuklearmächte. Allein in Pakistan sind in diesem Jahr mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, die meisten seit September.