Frau von Putin-Sprecher mit Judenstern in TV-Show

Mit einem Eistanz in KZ-Häftlingskleidung mit Judenstern hat die Ehefrau des russischen Präsidentensprechers Dimitri Peskow im In- und Ausland für Empörung gesorgt. Mit ihrem Auftritt in einer Prominenten-Eiskunstlaufshow des Staatssenders Perwy Kanal heimsten Tatjana Nawka und ihr Tanzpartner, der Schauspieler Andrej Burkowski, am Samstag die höchste Punktezahl sowie Lob von der Jury ein.

Nawka und Burkowski hatten zu einem Song aus dem oscarprämierten italienischen Film „Das Leben ist schön“ getanzt, einer Tragikomödie über einen Vater, der für seinen kleinen Sohn ihre gemeinsame Haft in einem NS-Konzentrationslager wie ein Spiel inszeniert.

Gewehrschüsse zum Ende

Bei dem Auftritt stach der Kontrast zwischen den gestreiften KZ-Häftlingsuniformen und dem strahlenden Lächeln des Tanzpaares ins Auge, der Auftritt endete mit dem Geräusch von Gewehrschüssen.

Nawka schrieb im Onlinedienst Instagram, dieser Auftritt zähle zu ihren „liebsten Programmen“. Mit Blick auf die NS-Herrschaft fügte die Olympiasiegerin im Eistanz hinzu, „unsere Kinder sollten diese schreckliche Zeit kennen und sich daran erinnern“.

Im Internet sorgte der Auftritt für Fassungslosigkeit. „Seid Ihr verrückt geworden? Lächeln in Häftlingsuniformen mit gelben Sternen! Das Publikum bricht in Applaus aus ...“, schrieb etwa ein Zuschauer auf der Website von Perwy Kanal.