Irak: 1.000 IS-Kämpfer in Mossul getötet

Spezialkräfte der irakischen Armee haben beim Kampf um die IS-Hochburg Mossul nach eigenen Angaben im Osten der Stadt fast 1.000 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet.

Der Vormarsch verlangsame sich, da der Feind seine Taktik verändert habe und sich unter die Bevölkerung mische, sagte Generalmajor Abdel Ghani al-Assadi heute. Um zu vermeiden, dass Zivilisten zu Schaden kämen, setze die Armee Panzer und schwere Waffen nicht mehr ein.

Noch eine Million Zivilisten in Mossul

Die bisherigen Schätzungen von 5.000 bis 6.000 IS-Kämpfern in der Stadt seien womöglich zu hoch gewesen. Es wird vermutet, dass noch etwa eine Million Einwohner in der größten Stadt im Nordirak leben. Armeekommandanten rechnen damit, dass sich der Kampf noch Monate hinziehen könnte.

Die Offensive begann vor sechs Wochen und wird von einem US-geführten Bündnis aus der Luft unterstützt. Am Kampf beteiligen sich auch kurdische Peschmerga und Polizeikräfte, die von Norden und Süden vorrücken. Von Westen her versuchen schiitische Milizen, den Belagerungsring um die Stadt zu schließen.