OPEC-Vorbereitungstreffen endet ohne Einigung

Vor den für morgen geplanten OPEC-Beratungen wachsen die Zweifel, ob die angepeilte Vereinbarung zur Kappung der Ölproduktion zustande kommt. Gestern konnten sich Experten in einem vorbereitenden Treffen offenbar nicht annähern. Es seien keine konkreten Details über eine Kürzung der Fördermenge beschlossen worden, sagte ein namentlich nicht genannter OPEC-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit einer Kürzung der Ölförderung will die OPEC den niedrigen Preis für den Rohstoff stützen. Vor dem Treffen in Wien nahmen allerdings die Spannungen zwischen dem Ölkartell und Russland zu. Zuletzt kam auch Skepsis auf, ob die OPEC-Schwergewichte Saudi-Arabien, Irak und Iran an der Drosselung der Fördermenge festhalten wollen.

Wegen des Überangebots ist der Ölpreis seit Mitte 2014 massiv gefallen. In Algerien hatten sich die oft zerstrittenen OPEC-Länder deswegen im September vorläufig darauf verständigt, die tägliche Förderung auf 32,5 bis 33 Millionen Fass zu senken. Es wäre die erste Drosselung seit 2008. Das soll nun in Wien endgültig besiegelt werden. Auch Nicht-OPEC-Länder wie Russland sollen mitziehen.