Drei Tote nach Grubenunglück in Polen geborgen

Nach dem schweren Grubenunglück in einer großen Kupfermine in Südwestpolen sind bis heute Nachmittag drei Bergleute tot geborgen worden. Das Schicksal von fünf Arbeitern unter Tage war noch ungeklärt.

50 Retter suchten unter Hochdruck nach den Verschütteten und entdeckten dabei das dritte Opfer. „Die Ärzte konnten leider nur noch seinen Tod feststellen“, sagte der Direktor der Kupfermine Rudna in Polkowice in Niederschlesien, Pawel Markowski.

Kupfermine Rudna

Reuters/Peter Andrews

Zu einem der fünf Vermissten gab es Sichtkontakt. „Wir können vorerst nicht zu ihm vordringen und wissen nicht, ob er bei Bewusstsein ist“, berichtete Markowski. Bereits in der Nacht waren die Leichen zweier Männer im Alter von 33 und 47 Jahren geborgen worden.

Nach Angaben des Grubenbetreibers KGHM waren nach einem Erdbeben der Stärke 3,4 weite Teile der Stollen eingestürzt. Das Zentrum des Bebens lag demnach in nur 1.500 Metern Tiefe und löste unter Tage „große Zerstörungen aus“, wie eine KGHM-Sprecherin mitteilte. Eine US-Erdbebenwarte hatte zunächst eine Stärke der Erdstöße von 4,4 und eine Tiefe von mehreren Kilometern genannt.