Österreich bei Abgabenquote im Spitzenfeld

Österreich liegt bei Steuern und Abgaben im Spitzenfeld der Industrieländer. Das geht aus einer heute veröffentlichten Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Laut dieser lag Österreich mit 43,5 Prozent Abgabenquote im Vorjahr auf Rang fünf innerhalb der OECD.

Das ist ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber 2014, als die Abgabenquote 42,5 Prozent betrug. Österreichs Höchstwert stammt aus dem Jahr 2001 mit 44,9 Prozent. Gemessen wird das Verhältnis von Steuern und Abgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Mexiko als Schlusslicht

Laut den Zahlen der OECD-Studie „Tax Revenue Trends“ lagen 2015 nur Dänemark (46,6 Prozent), Frankreich (45,5 Prozent), Belgien (44,8 Prozent) und Finnland (44,0 Prozent) vor Österreich. Hinter Österreich folgen Italien (43,3 Prozent), Schweden (43,3 Prozent), Ungarn (39,4), Norwegen (38,1) und die Niederlande (37,8 Prozent). Deutschland landete mit 36,9 Prozent auf dem 13. Platz.

Der OECD-Durchschnitt liegt bei 34,3 Prozent. Gedrückt wird dieser durch traditionelle Niedrigsteuerländer wie Chile, die USA, die Schweiz und Südkorea mit Quoten unter 30 Prozent. Die niedrigste Abgabenquote hat Mexiko mit 17,4 Prozent. Internationale Vergleiche sind wegen unterschiedlicher Steuer-und Sozialsysteme allerdings mit Vorsicht zu genießen.