Genossenschaftsidee wird UNESCO-Kulturerbe

Die Genossenschaftsidee ist als erster deutscher Beitrag ins immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. Das entschied gestern ein Treffen im äthiopischen Addis Abeba, wie die Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNO) bekanntgab. Der Antrag kam von der Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft, die das Deutsche Genossenschaftsmuseum im sächsischen Delitzsch führt, und der deutschen Raiffeisen-Gesellschaft.

Von der UNESCO wurde zudem die belgische Bierkultur zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Das Brauen und Genießen von Bier sei Teil der Lebenskultur vieler belgischer Gemeinden, hieß es zur Erklärung. Das Getränk spiele dort im täglichen Leben und bei festlichen Anlässen eine große Rolle. Ebenfalls neu auf der UNESCO-Liste sind die kubanische Rumba sowie das traditionelle Neujahrsfest, das in Ländern wie dem Iran, Afghanistan und Indien und in kurdischen Regionen begangen wird.

Die UNESCO-Liste gibt es seit acht Jahren, inzwischen sind darauf mehr als 300 Praktiken eingetragen - vom argentinischen Tango bis zu einer Pfeifsprache von der Kanaren-Inseln La Gomera. Sie sollen einen Überblick über die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes geben.