Pelosi bleibt Fraktionschefin der US-Demokraten

Die Fraktionschefin der US-Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, bleibt im Amt. Die 76-Jährige setzte sich gestern in einer innerparteilichen Kampfabstimmung klar gegen ihren Herausforderer Tim Ryan durch. Pelosi, die seit 14 Jahren die Demokraten im Repräsentantenhaus anführt, wird damit in der Opposition gegen den gewählten Präsidenten Donald Trump eine zentrale Rolle spielen.

Nancy Pelosi, Fraktionschefin der US-Demokraten im Repräsentantenhaus

AP/Susan Walsh

Pelosi war im Jahr 2002 die erste Frau, die zur Fraktionschefin der Demokraten in der Parlamentskammer gewählt wurde. Sie hat die Abgeordneten ihrer Partei seither abwechselnd in der Rolle der Vorsitzenden der Minderheits- und Mehrheitsfraktion angeführt. Die Demokraten sind seit sechs Jahren im Repräsentantenhaus in der Minderheit und verfehlten am 8. November erneut das Ziel, das zu ändern.

Trump trifft weitere Personalentscheidungen

Trump arbeitet unterdessen weiter an seinem künftigen Kabinett und nominierte mit dem Milliardären Steven Mnuchin und Willbur Ross weitere Schlüsselposten. Mnuchin, ein Ex-Manager der Investmentbank Goldman Sachs, soll Finanzminister werden. Ross, ein Investor in der Stahl- und Kohlebranche, soll das Handelsministerium leiten.

Seinen designierten Finanzminister Mnuchin rühmte Trump bei Bekanntgabe der Nominierungen als „Weltklassefinanzier, -Banker und -Geschäftsmann“. Der 53-jährige arbeitete 17 Jahre für die Investmentbank Goldman Sachs und gründete später einen Hedgefonds. Neben dem Bankenbusiness investierte er auch in Hollywood, wo er als Produzent von Kassenschlagern wie „Avatar - Aufbruch nach Pandora“, „American Sniper“ oder „Mad Max: Fury Road“ reüssierte.

Der 79-jährige Ross hat sich einen Ruf als „König des Bankrotts“ erworben, weil er sich darauf spezialisiert hat, angeschlagene Unternehmen der Stahl- und Kohleindustrie zu restrukturieren. Trump pries ihn als einen Mann, „der weiß, wie man Unternehmen dabei hilft, erfolgreich zu sein“. Kritiker werfen Ross zu harte Sanierungsmethoden vor.

Trump will aus allen Firmen aussteigen

Trump teilte über Twitter unterdessen mit, dass er am 15. Dezember seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg abhalten wolle. Darin werde er darüber sprechen, dass er die Leitung seines Unternehmensimperiums abgeben wolle. Er wolle nicht den Eindruck erwecken, „dass ich als Präsident in irgendeiner Weise einen Interessenkonflikt mit meinen diversen Geschäften habe“.