Moskau beschuldigt Ausland für Cyberangriff auf Banken

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Ausländische Spione haben nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB koordinierte Cyberangriffe auf das Bankensystem des Landes und eine Welle von Falschmeldungen in Sozialen Netzwerken geplant. Der Angriff solle am Montag starten und auf eine Reihe größerer Geldhäuser abzielen, teilte der FSB heute mit.

Den FSB-Angaben zufolge sollten Server genutzt werden, die in den Niederlanden stationiert und auf eine ukrainische Verleihfirma namens BlazingFast registriert seien. Die Falschmeldungen sollten von einer Krise im Bankensystem, Insolvenzen und dem Entzug von Lizenzen handeln.

„Der FSB hat die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um Bedrohungen für die russische Wirtschafts- und Informationssicherheit zu neutralisieren“, hieß es in der Mitteilung. Russlands Zentralbankchefin Elvira Nabiullina sagte, das Bankensystem sei stabil.

Der Chef von BlazingFast, Anton Onopritschuk, sagte, weder der FSB noch irgendein anderer Geheimdienst habe ihn kontaktiert. Er warte derzeit auf nähere Informationen, um selbst den Anschuldigungen nachgehen zu können. Technisch sei es aber möglich, dass die Server des Unternehmens gemietet und für Cyberangriffe genutzt werden könnten.