Bericht: Regimetruppen erobern weitere Bezirke in Aleppo

Die syrischen Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten fünf weitere von Rebellen kontrollierte Stadtviertel im Ostteil Aleppos eingenommen. Das teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit, die nach eigenen Angaben über ein breites Netz von Informanten verfügt. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu verifizieren.

Regime: Waffenruhe nur bei Abzug der Rebellen

Die syrische Regierung lehnte indes eine Waffenruhe für Aleppo ab, wenn nicht alle Rebellen abziehen. „Syrien betont, dass es seine Bürger in Ostaleppo nicht als Geisel der Terroristen im Stich lässt“, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Damaskus. „Sie wird alle Anstrengungen unternehmen, um sie (die Bürger) zu befreien.“

Russland als enger Verbündeter Syriens hatte zuvor eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats für eine einwöchige Feuerpause in Aleppo blockiert. Moskau gibt den USA zudem die Schuld am Scheitern geplanter Verhandlungen über die Großstadt.

163 Flüchtlinge an türkischer Grenze getötet

Türkische Truppen haben in diesem Jahr an der Grenze zu Syrien nach Angaben von Menschenrechtlern 163 Menschen getötet, die vor dem Bürgerkrieg ins Nachbarland fliehen wollten. Unter den Opfern seien auch 31 Kinder, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Allein gestern seien sieben Syrer in drei verschiedenen Grenzgebieten erschossen worden.