Philippinische Polizei tötete verhafteten Bürgermeister

Die philippinische Polizei hat nach den Feststellungen juristischer Ermittler einen festgenommenen Bürgermeister und dessen Mithäftling umgebracht. Die Ermittlungsbehörde NBI teilte heute mit, mehrere Augenzeugen hätten der zuvor veröffentlichten Version widersprochen, nach der Bürgermeister Rolando Espinosa bei einem Feuergefecht getötet worden sei.

Der 71-jährige philippinische Präsident Rodrigo Duterte ermuntert die Sicherheitskräfte seit Monaten zu einem harten Vorgehen geben mutmaßliche Drogendealer. Espinosa, Bürgermeister von Albuera in der östlichen Provinz Leyte, wurde unter dem Verdacht festgenommen, in den Drogenhandel verwickelt zu sein.

Polizisten drangen in Gefängniszelle ein

Die Ermittlungsbehörde empfahl, gegen 24 Polizisten Verfahren wegen Mordes und Meineids einzuleiten. Nach dem tödlichen Vorfall vom 10. November, bei dem auch Espinosas Mithäftling Raul Yap getötet wurde, hatten die beteiligten Polizisten ausgesagt, sie seien zum Zwecke einer Durchsuchung in die Gefängniszelle eingedrungen.

Espinosa habe in der Zelle eine Schusswaffe und Drogen gehabt. Es wurden jedoch Fragen laut, wie die Schusswaffe und die Drogen in die Zelle gelangt sein sollten.