Randale am Todestag eines 15-Jährigen in Athen

Am achten Jahrestag des Todes eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel ist es heute Abend in Athen zu Ausschreitungen von Vermummten gekommen. Rund 200 Randalierer lösten sich aus einer friedlichen Demonstration von rund 3.000 Schülern und Studenten und bewarfen die Polizei laut Fernsehberichten mit Brandsätzen, Leuchtkugeln und Steinen.

Explodierender Feuerwerkskörper neben Polizisten in Athen

AP/Yorgos Karahalis

Zu den Ausschreitungen kam es im Athener Stadtteil Exarchia, der als Hochburg der Anarchisten in Griechenland gilt. In anderen Städten Griechenlands erinnerten vor allem junge Menschen friedlich an den Schüler.

Nach dem Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos war Griechenland im Dezember 2008 von einer beispiellosen Welle der Gewalt erfasst worden. Randalierer zerstörten Geschäfte in Athen und anderen Städten. Parallel demonstrierten Zehntausende Jugendliche friedlich gegen Staatsmacht, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Der Schütze wurde im Oktober 2010 von einem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.