Clinton warnt vor Gefahr durch Falschmeldungen

Die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor der Verbreitung von Falschmeldungen im Internet gewarnt. Diese könnten „Konsequenzen in der realen Welt“ haben, sagte Clinton gestern in Washington.

Im Kampf gegen Falschmeldungen gehe es nicht um Politik oder Parteizugehörigkeit: „Menschenleben sind in Gefahr.“

„Demokratie beschützen“

Die Demokratin beklagte eine „Epidemie böswilliger Falschmeldungen und falscher Propaganda“, die in den vergangenen Monaten das Internet geflutet habe. Dem Phänomen müsse rasch die Stirn geboten werden, um „unsere Demokratie und unschuldige Leben zu beschützen“.

Ermittlungen auf eigene Faust

Clinton war im Wahlkampf von ihren Gegnern unter anderem als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in einem beliebten Pizzarestaurant in Washington treffe.

Am Wochenende stürmte daraufhin ein 28-jähriger Bewaffneter das Restaurant und schoss um sich. Herbeigeeilten Polizisten sagte er, er sei eigens aus North Carolina gekommen, um selbst in dem vermeintlichen „Pizzagate“-Fall zu „ermitteln“.