Farage will Frieden im Nahen Osten schaffen

Der ehemalige Chef der EU-feindlichen UKIP-Partei, Nigel Farage, will nach dem „Brexit“ für Frieden im Nahen Osten sorgen. Inspiriert habe ihn ein Treffen mit Donald Trump kurz nach dessen Wahl zum US-Präsidenten in New York, sagte Farage der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“.

„Das Treffen hinterließ bei mir das starke Gefühl, dass ich meine Karriere hauptsächlich dazu verwendet habe, Dinge einzureißen. Ich war darin ziemlich gut“, sagte Farage in dem Interview, das gestern veröffentlicht wurde. Jetzt wolle er etwas aufbauen.

Farage sieht sich als Verbinder

Neben einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien gehöre dazu, eine NATO-Reform und Frieden im Nahen Osten zu schaffen, sagte Farage. Er habe einen einheitlichen Ansatz mit dem künftigen US-Präsidenten, was den Umgang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und „allem anderen“ angehe. Er sei „ziemlich gut darin, Leute zusammenzubringen“, sagte Farage.

Die Chancen, dass ihm die britische Premierministerin Theresa May einen entsprechenden Posten zukommen lasse, schätzte er aber als gering ein. Angebote Farages, sich als Vermittler zum künftigen US-Präsidenten anzudienen, hatte die Regierung bereits abgelehnt.

Auch der Vorschlag Donald Trumps über den Kurznachrichtendienst Twitter, Farage solle britischer Botschafter in Washington werden, stieß in London auf wenig Gegenliebe. Farage hatte Trump bei Wahlkampfauftritten unterstützt.