IS will Anschlag auf Kopten in Kairo verübt haben

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem tödlichen Anschlag auf eine koptische Kirche in Kairo bekannt. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag durch einen Anhänger des „Kalifats“ gehandelt, hieß es in einer Mitteilung des IS im Internet. Auch das IS-Sprachrohr Amak berichtete von einem „Märtyrer des Islamischen Staates“, der den Anschlag ausgeführt habe. Die Mitteilung ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Bei dem Bombenanschlag auf die Kirche nahe dem Amtssitz des koptischen Papstes waren während einer Messe am Sonntag mindestens 23 Menschen getötet und 49 verletzt worden. Der Anschlag gehört zu den schwersten der vergangenen Jahre gegen die christliche Minderheit in Ägypten.

Der ägyptische Ableger der Terrormiliz operiert in dem Land vor allem auf der Sinai-Halbinsel, führte in der Vergangenheit aber auch mehrere schwere Anschläge gegen Sicherheitskräfte in Kairo aus.