EuGH gibt grünes Licht für Gentech-Soja in Lebensmitteln

Die EU muss die Zulassung genetisch veränderter Sojabohnen für Lebens- und Futtermittel nicht erneut auf mutmaßliche Gesundheitsgefahren überprüfen lassen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem heute in Luxemburg verkündeten Urteil.

Damit scheiterten die Klagen der drei Nichtregierungsorganisationen Testbiotech, European Network of Scientists for Social and Environmental Responsability sowie Sambucus.

Kläger forderten neue Zulassungsüberprüfung

Die drei Organisationen hatten ein neue Zulassungsüberprüfung gefordert, weil die zuständige Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2012 zu dem Ergebnis gekommen war, dass genetisch veränderte und von Monsanto entwickelte Sojabohnen ebenso sicher seien wie herkömmliche Sojabohnen.

Nach Ansicht der Kläger hatte die EFSA dabei die giftigen Wirkungen genetisch veränderter Sojabohnen nicht richtig bewertet und auch nicht beachtet, dass die neuen Proteine der genetisch veränderten Sojabohnen für Kleinkinder allergieauslösend sein könnten.

EuGH: Keine Pflichtverletzung

Die Organisationen verlangten deswegen eine neue Zulassungsüberprüfung. Ohne Erfolg: Dem Gerichtshof zufolge konnten die Kläger nicht nachweisen, dass die EU-Kommission ihre Pflicht verletzt habe, die Risikobewertung nach „höchstmöglichen Standards“ vornehmen zu lassen.