Chapecoense-Absturz: Pilot war angeblich zu unerfahren

Ein bolivianischer Anwalt hat schwere Vorwürfe gegen den Piloten der Maschine erhoben, die Ende November mit dem brasilianischen Fußballteam AF Chapecoense an Bord abgestürzt war.

Der Pilot habe zu wenige Flugstunden absolviert, sagte der Anwalt der Familie des Kopiloten laut einem Bericht der bolivianischen Nachrichtenagentur ABI. Der Pilot hätte deswegen keine Fluglizenz erhalten dürfen.

Pilot war Mitbesitzer von Airline

Die Vorwürfe waren am Freitag in Bolivien publik geworden. Die Unglücksfluggesellschaft LaMia ist in dem Anden-Land ansässig. Pilot und Kopilot waren unter den 71 Todesopfern des Absturzes vom 28. November in Kolumbien. Die Unfallursache war Treibstoffmangel. Nur sechs Menschen überlebten.

Der Pilot, ein früherer Militär, war zugleich Mitbesitzer von LaMia. Der Anwalt kritisierte, nach seinen Recherchen hätten Boliviens Behörden die Probleme erkennen müssen.

LaMia steht seit der Tragödie heftig in der Kritik. Der Fluggesellschaft wurde bereits die Fluglizenz entzogen, die Behörden von drei Ländern ermitteln gegen die Firma.