Zehn Tote bei Anschlägen in Jordanien: Angreifer getötet

Bei einer Serie bewaffneter Angriffe in Südjordanien sind zehn Menschen getötet worden. Laut Behörden griffen Bewaffnete gestern in Karak mehrere Polizeipatrouillen sowie eine Polizeiwache an und töteten sieben Polizisten, zwei jordanische Zivilisten und eine Kanadierin. Die Polizei umstellte eine Kreuzfahrerburg, in der sich die Angreifer verschanzt hatten, und tötete vier Angreifer.

Zuerst sei eine Polizeipatrouille beschossen worden, die zu einem Hausbrand gefahren war, zitierte die amtliche jordanische Nachrichtenagentur Petra aus einer Mitteilung der Behörden. Die Angreifer, die sich in dem Haus aufhielten, hätten einen Polizisten verletzt und seien dann im Auto geflüchtet. Kurz darauf hätten bewaffnete Männer eine andere Patrouille angegriffen, jedoch niemanden verletzt.

Viele Verletzte

Zur gleichen Zeit hatten sich den Angaben zufolge mehrere Bewaffnete in der Zitadelle von Karak, einer der größten Kreuzfahrerburgen der Region, verschanzt, das Feuer auf eine Polizeiwache eröffnet und mehrere Polizisten und Passanten verletzt. Insgesamt wurden nach Angaben des Sicherheitsministeriums vom Abend 27 Menschen verletzt, Polizisten und Zivilisten.

„Die Polizei und Sicherheitskräfte haben die Burg und die Umgebung umstellt (...), um die Bewaffneten zur Strecke zu bringen“, hieß es laut Petra in der Mitteilung weiter. Nach mehrstündigen Gefechten wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen vier Angreifer in der Zitadelle getötet. Es war zunächst nicht klar, ob damit alle Angreifer ausgeschaltet werden konnten.

Das Sicherheitsministerium hatte zuvor von fünf oder sechs Bewaffneten gesprochen, der jordanische Regierungschef Hani al-Malki von zehn.