Vivendi stockt Anteil an Berlusconis Mediaset weiter auf

Der Streit zwischen der französischen Mediengruppe Vivendi und Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi um Mediaset geht in die nächste Runde. Die Franzosen kündigten gestern Abend an, ihren Anteil an Mediaset auf 26 Prozent aufgestockt zu haben. Vivendi kommt somit seinem angepeilten Ziel eines 30-prozentigen Anteils an der Mailänder TV-Gesellschaft näher.

„Ich, mein Vater und meine Familie weichen um keinen Schritt zurück. Wir sind hier und hier bleiben wir“, sagte unterdessen Mediaset-CEO und Berlusconis Sohn Pier Silvio bei einer Weihnachtsfeier mit Managern und Mitarbeitern des TV-Konzerns in Mailand. Vivendis Verhalten sei rechtswidrig.

Mediaset wolle sein Vermögen vor den Franzosen schützen. Die Anteilsaufstockung Vivendis stehe nicht in Einklang mit der ursprünglichen Absicht der Franzosen, eine Partnerschaft zu gründen.

Vivendi und Mediaset liegen seit Monaten im Streit, nachdem die Franzosen die Details einer vereinbarten Allianz neu aushandeln wollten. Eigentlich wollten die Unternehmen eine gemeinsame Plattform zum weltweiten Vertrieb von TV-Inhalten schaffen - in französischen Medien war von einem „europäischen Netflix“ die Rede gewesen.