Türkei: 44 Prozent Minus bei Auslandsinvestitionen

Die Türkei hat in den ersten zehn Monaten des Jahres deutlich weniger ausländische Direktinvestitionen verzeichnet. Bis einschließlich Oktober flossen 8,62 Milliarden Dollar in die Türkei, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu gestern unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium meldete.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspreche das einem Minus von 44,3 Prozent. Die Attraktivität der Türkei für ausländische Investoren hat seit Mitte 2015 Schaden genommen.

Gründe dafür sind unter anderem die dramatische Zunahme von Terroranschlägen, die Sorgen um den politischen Kurs von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der Dauerstreit mit der EU und der Putschversuch von Mitte Juli. Diese Faktoren haben auch zu einem Einbruch der ausländischen Besucherzahlen und zu Kursverlusten bei der Währung geführt. Die Türkische Lira hat im Laufe eines Jahres rund 20 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar eingebüßt.