Entschärfung von Fliegerbombe in Augsburg verzögert sich

Die Evakuierung eines großen Teils der Augsburger Innenstadt wegen einer Fliegerbombe hat heute länger gedauert als geplant. Erst gegen 15.00 Uhr war das Sperrgebiet von eineinhalb Kilometern rund um die Bombe vollständig geräumt. Danach konnten die Sprengmeister mit ihrer Arbeit beginnen.

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Die Bombe war schon am 20. Dezember bei Bauarbeiten entdeckt worden.

Grund für die Verzögerung sei gewesen, dass am ersten Weihnachtsfeiertag wesentlich mehr gehbehinderte Menschen mit Krankentransporten aus der Gefahrenzone gebracht werden mussten, heiß es seitens der Behörden. Die Stadt hatte mit etwa 400 Fahrten gerechnet, letztlich seien es 560 geworden. Viele Betroffene hätten sich erst spät bei der Einsatzzentrale gemeldet.

Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass die zwei Experten eines Kampfmittelräumdienstes für die Entschärfung der 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe mindestens eine Stunde brauchen. Wegen der Aktion mussten 54.000 Augsburger ihre Wohnungen verlassen. Es handelt sich um die größte Evakuierungsaktion wegen eines Blindgängers, die es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat.