Türkei lädt 1.600 wegen „Kontakt zu Extremisten“ vor

Die türkischen Sicherheitsbehörden haben in der vergangenen Woche mehr als 1.600 Menschen unter dem Verdacht vorgeladen, Kontakte zu Extremistenorganisationen zu unterhalten. Mehr als 500 von ihnen seien in Untersuchungshaft genommen worden, teilte das Innenministerium heute mit.

Den meisten Betroffenen würden Verbindungen zur verbotenen Organisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Die übrigen seien wegen angeblicher Kontakte zu kurdischen Extremistengruppen und der Islamistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgeladen oder verhaftet worden.

Die Operationen hätten zwischen dem 19. und dem 26. Dezember stattgefunden, so das Ministerium. Bei Gefechten mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) seien zudem vier Terroristen getötet und fünf weitere gefangen genommen worden. Das Ministerium teilte weiter mit, 1.960 illegale Migranten seien gefasst worden, 419 davon auf See. 29 Schlepper seien festgenommen worden, gegen 13 davon sei Haftbefehl erlassen worden.