Elf Leichen von Flüchtlingen an libyscher Küste entdeckt

Im Umfeld der libyschen Hauptstadt Tripolis sind elf ertrunkene Flüchtlinge angespült worden. Die Leichname wurde an mehreren Küstenabschnitten entdeckt, wie der libysche Rote Halbmond heute mitteilte.

Auf ihrer Facebook-Seite erklärte die Organisation, dass einige der Toten bei Hay al-Andalous im Westen der Hauptstadt angeschwemmt worden seien, weitere in Regata und bei Sayyad, einer schwer zugänglichen felsigen Küstengegend. Einwohner hätten die Opfer entdeckt und die Hilfsorganisation alarmiert.

Auf der zentralen Mittelmeer-Route aus Libyen und teilweise auch aus Ägypten ist die Zahl der Migranten nach Angaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex in diesem Jahr um 20 Prozent gestiegen. Nach UNO-Angaben kamen mehr als 5.000 Menschen bei den gefährlichen Mittelmeer-Überfahrten aus Nordafrika ums Leben - so viele wie nie zuvor.