Örtlicher Al-Kaida-Chef im Jemen getötet

Bei einem offenbar mit einer US-Drohne verübten Angriff im Jemen ist gestern ein örtlicher Al-Kaida-Chef getötet worden. Nach Angaben jemenitischer Sicherheitskräfte griff die Drohne ein Fahrzeug an, das in Saumaa in der zentralen Provinz al-Baida unterwegs war.

Der „Emir“ der Nachbarstadt Loder, Dschalal al-Seydi, und sein Leibwächter wurden demnach tödlich getroffen. Washington betrachtet die im Jemen angesiedelte Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) als gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks und geht immer wieder mit Drohnenangriffen gegen sie vor.

Seit der Militärintervention einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition im März 2015 wurden in dem Konflikt im Jemen nach UNO-Angaben mehr als 7.000 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten. Die Gruppe AQAP nutzte den Konflikt zwischen Regierungstruppen und Huthi-Rebellen aus, um ihre Präsenz insbesondere im Süden des Landes auszuweiten.