Feuerpause in Syrien scheint stabil

Eine seit Mitternacht für ganz Syrien geltende Waffenruhe verschafft den Bewohnern des zerrütteten Bürgerkriegslandes eine Atempause. In den meisten Landesteilen schien die Feuerpause zunächst zu halten, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete. Lediglich in der Gegend zweier von Rebellen gehaltener Ortschaften im Süden des Landes seien Schüsse zu hören gewesen.

Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen ausgehandelt. Die beiden Länder fungierten auch als Garantiemächte, teilte das Außenministerium in Ankara mit. Gruppen, die vom UNO-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden, sind von der Waffenruhe ausgenommen.

Russische und türkische Angriffe auf IS

Russische Kampfflugzeuge sind nach türkischen Angaben drei Angriffe auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Gebiet von al-Bab im Norden des Landes geflogen. Dabei seien zwölf Extremisten getötet worden, teilte die Armee heute mit. Türkische Kampfflugzeuge hätten ebenfalls IS-Einrichtungen bei al-Bab sowie bei Daglabasch angegriffen. Sie hätten 17 Ziele zerstört und 26 IS-Kämpfer getötet. Bei einem IS-Angriff südlich von Asrak wurde den Angaben zufolge ein türkischer Soldat getötet. Fünf seien verwundet worden.