Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad

Bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad sind nach Polizeiangaben mindestens 32 Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt, als sich der Attentäter heute mit einem Auto in die Luft sprengte.

Der Anschlag ereignete sich an einer Straßenkreuzung im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr City, an der zahlreiche Tagelöhner auf Arbeit warteten. Erst kurz zuvor war der französische Präsident Francois Hollande in Bagdad eingetroffen.

Mehrere Anschläge der IS-Miliz

Das dicht besiedelte Viertel im Nordosten der irakischen Hauptstadt ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Auf Bildern im Internet waren eine schwarze Rauchwolke und mehrere Schwerverletzte zu sehen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Am Wochenende hatte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak zwei Anschläge mit mehr als 30 Toten verübt: Auf einem belebten Markt im Zentrum von Bagdad rissen zwei Selbstmordattentäter mindestens 27 Menschen mit in den Tod. Bei einem Attentat auf einen Kontrollposten bei Kadissiyah, 70 Kilometer südlich der heiligen schiitischen Stadt Nadschaf, starben sieben Menschen.