Elbphilharmonie nach zehnjähriger Bauzeit eröffnet

Nach zehnjähriger Bauzeit und massiven Kontroversen um drastische Kostensteigerungen und Fehlplanungen ist die Hamburger Elbphilharmonie gestern Abend feierlich eröffnet worden. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck würdigte das neue Konzerthaus vor mehr als 2.000 geladenen Gästen als „Juwel der Kulturnation Deutschland“.

Beleuchtete Elbphilharmonie in Hamburg

APA/AP/dpa/Markus Scholz

Der markante Gebäudekomplex am Hafen soll sich zu einem Konzerthaus von Weltrang und einem architektonischen Wahrzeichen entwickeln, das Hamburg international bekannter macht. Die ursprünglich bereits für 2010 geplante Fertigstellung hatte sich jahrelang verzögert, Preissteigerungen machten das Gebäude mit dem auffälligen geschwungenen Dach und der weithin sichtbaren Glasfassade zusätzlich zu einem bundesweit bekannten Negativbeispiel. Es kostete die Stadt am Ende 798 Millionen Euro - rund zehnmal so viel wie in einer ersten Machbarkeitsstudie genannt.

Innenansicht der Elbphilharmonie in Hamburg

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Zu Festakt samt anschließendem Eröffnungskonzert des NDR Elbphilharmonie-Orchesters kamen zahlreiche Ehrengäste, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und weitere hochrangige Bundes- und Landespolitiker. Das Konzert, das tags darauf noch einmal wiederholt wird, stand unter dem Motto „Zum Raum wird hier die Zeit“. Karten gab es nicht zu kaufen, es wurden aber insgesamt 1.000 Plätze an normale Bürger verlost.