Neue Vorwürfe: Trump sieht Geheimdienste als Urheber

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat Gegner bei Demokraten und Republikanern gleichermaßen für die Veröffentlichung eines mutmaßlichen Geheimdossiers verantwortlich gemacht.

Die darin enthaltenen Behauptungen seien frei erfunden, schrieb der Wahlsieger heute auf Twitter. Urheber seien „widerliche politische Agenten“ beider Parteien. Der Bericht sei wahrscheinlich von Geheimdiensten veröffentlicht worden, obwohl sie wüssten, dass es keine Belege gebe.

Das Onlineportal Buzzfeed hatte ein Dokument veröffentlicht, dem zufolge Russland kompromittierendes Material über Trump gesammelt hat. Belege dafür wurden nicht veröffentlicht. Trump griff daraufhin die eigenen Geheimdienste an und warf ihnen Nazi-Methoden vor.

Geheimdienstdirektor James Clapper erklärte schließlich, die US-Dienste seien für die Veröffentlichung nicht verantwortlich. Sie hätten auch nicht geprüft, ob das Material verlässlich sei.

Trump hat sich für bessere Beziehungen zu Russland ausgesprochen, während seine unterlegene Rivalin Hillary Clinton zu den schärfsten Kritikern von Präsident Wladimir Putin zählt. Die US-Geheimdienste hatten erklärt, dass wohl Putin persönlich angeordnet habe, die Wahl zugunsten Trumps zu beeinflussen. Die russische Regierung hat das zurückgewiesen.