Gambias Ex-Präsident im Exil in Äquatorialguinea

Gambias Langzeitmachthaber Yahya Jammeh ist rund sieben Wochen nach seiner Wahlniederlage im Exil angekommen. Nach einem Zwischenstopp in Guinea flog Jammeh heute weiter in den zentralafrikanischen Staat Äquatorialguinea.

Der 51-Jährige hatte in der Nacht auf Samstag erklärt, „die Führung des Landes“ abzugeben. Jammeh hatte Gambia 22 Jahre lang mit harter Hand regiert.

Eskalation abgewendet

Nach seiner Abwahl am 1. Dezember vergangenen Jahres hatte sich Jammeh geweigert, seine Niederlage einzugestehen und sein Amt zu räumen. Erst angesichts der Drohung einer Entmachtung durch ausländische Interventionstruppen und nach Marathonverhandlungen mit Vertretern anderer westafrikanischer Staaten steuerte er um. In seiner Ansprache sagte Jammeh, es sei nicht nötig, „dass auch nur ein Tropfen Blut vergossen wird“.

Seinen Amtsverzicht knüpfte Jammeh allerdings an Bedingungen. Er forderte etwa, dass ihm eine Amnestie gegen strafrechtliche Verfolgung zugesichert werde. Außerdem verlangte er, an kommenden Wahlen in Gambia teilnehmen zu dürfen. Es war unklar, ob diesen Forderungen stattgegeben wurde.