Athen: Entscheidung über Auslieferung türkischer Soldaten

Im Tauziehen um das Schicksal acht türkischer Soldaten, die während des Putschversuchs in der Türkei mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen sind, verkündet das höchste griechische Berufungsgericht heute seine Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft fordert, die Soldaten nicht auszuliefern, weil die Türkei ihnen keinen fairen Prozess garantiere und ihre Sicherheit bedroht sei.

Ablehnung in erster Instanz

In erster Instanz hatte ein Athener Gericht die Auslieferung von fünf Soldaten abgelehnt, der Auslieferung der drei anderen aber zugestimmt. Die türkischen Soldaten waren unmittelbar nach dem Umsturzversuch am 15. Juli mit einem Helikopter in der nordgriechischen Stadt Alexandroupolis gelandet und hatten Asyl beantragt.

Die Türkei beschuldigt die Soldaten, an dem Putschversuch beteiligt gewesen zu sein, was diese bestreiten. Der Fall ist brisant für Athen, dessen Verhältnis zum NATO-Partner Türkei historisch schwierig ist. Griechenland ist in der Flüchtlingskrise zudem auf die Kooperation der Türkei angewiesen.