Leichter Anstieg der Steuerselbstanzeigen

Die Veröffentlichung der Panama-Papers Anfang April hat im Vorjahr möglicherweise zu einem leichten Anstieg der Selbstanzeigen beim Finanzamt geführt. Die Anzahl der Steuerselbstanzeigen in Österreich stieg 2016 gegenüber dem Jahr davor um zwei Prozent auf 7.527, teilte das Finanzministerium mit.

Im vergangenen Jahr gab es 5.704 „sonstige Selbstanzeigen“, die jeweils mehrere vermeintliche Steuervergehen betreffen und daher nicht klar zugeordnet werden können. 1.131 Selbstanzeigen entfielen auf Betriebsprüfungen.

Schweiz und Liechtenstein

Das Finanzministerium verzeichnete 242 Selbstanzeigen unter dem Titel „Kapitalzuflüsse Schweiz“ nach fünf in diesem Bereich im Jahr 2015. 113 Selbstanzeigen wurden im vergangenen Jahr wegen „Kapitalzuflüsse Liechtenstein“ gemacht nach drei im Jahr davor.

Vermeintliche Steuerflüchtlinge haben Geld nach Österreich transferiert, und Banken müssen derartige Transaktionen ab 50.000 Euro nun auch melden. 34 Selbstanzeigen entfielen im vergangenen Jahr auf das seit Oktober in Betrieb befindliche zentrale Register für alle Bankkonten in Österreich.