Erster Zug seit mehr als vier Jahren fuhr durch Ostaleppo

Erstmals seit über vier Jahren ist wieder ein Zug durch den Osten der syrischen Metropole Aleppo gefahren. Mehrere hundert Syrer nahmen gestern die Gelegenheit zu der einstündigen Rundfahrt zwischen den beiden Stationen Dschibreen und Baghdad wahr, wie ein Fotograf berichtete. Männer, Frauen und Kinder pressten ihre Gesichter an die Fensterscheiben, um sich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung in Ostaleppo zu machen.

Zug in Aleppo

APA/AFP/George Ourfalian

Während der langsamen Fahrt standen Menschen in den vom Krieg verwüsteten Straßen und staunten über den ersten Zug, der dort seit Sommer 2012 vorbeifuhr. In den Zügen zückten die Menschen ihre Mobiltelefone, um die Bilder von Aleppo festzuhalten. Vorn an dem Zug sowie im Inneren der Wagen hingen Porträts von Präsident Baschar al-Assad.

Die bewaffneten Aufständischen hatten im Sommer 2012 den Osten von Aleppo in ihre Gewalt gebracht und damit die einstige Wirtschaftsmetropole in einen von der Regierung beherrschten Westen sowie den Ostteil gespalten. Mit Unterstützung Russlands eroberten die syrischen Truppen im Dezember die Stadt wieder vollständig zurück.