May trifft Trump: London will EU-Regeln einhalten

Angesichts des Besuchs der britischen Premierministerin Theresa May in den USA hat Großbritannien zugesichert, sich an die Regeln der EU für Handelsabkommen zu halten. Großbritannien bleibe „ein voll engagiertes Mitglied der Europäischen Union“, sagte Finanzminister Philip Hammond heute in Brüssel mit Blick auf den in zwei Jahren geplanten EU-Austritt seines Landes.

Bis dahin werde London „die Regeln, Vorschriften und Gesetze der EU einhalten“. Der neue US-Präsident Donald Trump empfängt May heute als ersten ausländischen Staatsgast im Weißen Haus. Trump ist ein vehementer Befürworter des „Brexit“ und hat angekündigt, er wolle mit Großbritannien schnell ein Freihandelsabkommen schließen.

Formelle Verhandlungen erst nach Austritt möglich

London könnte dieses aber erst vereinbaren, nachdem es die Europäische Union verlassen hat, denn Handelsfragen fallen in die EU-Kompetenz. Formelle Verhandlungen sind Großbritannien deshalb bis zum Vollzug des „Brexit“ laut EU-Regeln nicht möglich.

Der „Brexit“-Verhandlungsführer der EU-Kommission, Michel Barnier, hatte am Mittwoch bekräftigt, die britische Regierung sei frei, künftige Handelsvereinbarungen zu „diskutieren“. Auch mit Indien, Australien und Neuseeland führt London bereits Gespräche, um nach dem „Brexit“ schnell zu Handelsvereinbarungen zu kommen.