Fast 60 Tote bei US-Militäreinsatz gegen Al-Kaida im Jemen

Bei einem US-Angriff im Jemen sind nach örtlichen Behördenangaben heute fast 60 Menschen getötet worden. Nach örtlichen Behördenangaben starben 41 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer. Auch 16 Frauen und Kinder wurden bei dem Einsatz in der Provinz Baida getötet, wie ein Behördenvertreter im Jemen mitteilte. Der Angriff in Jakla in der zentraljemenitischen Provinz Baida wurde laut Angaben von Drohnen und Apache-Hubschraubern geflogen.

Die US-Armee bestätigte den Einsatz und sprach von einem getöteten US-Soldaten. Drei weitere US-Soldaten seien verletzt worden. Die US-Armee gab die Zahl der getöteten mutmaßlichen Al-Kaida-Kämpfer aber mit 14 und damit deutlich niedriger an. Die genauen Umstände der Operation blieben zunächst unklar.

Es war der erste großangelegte Militäreinsatz im Jemen seit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump, für den das US-Militär verantwortlich gemacht wird. Im Jemen gibt es immer wieder gezielte Angriffe auf Mitglieder des Al-Kaida-Ablegers AQAP.

Mehr als hundert Tote bei Gefechten

Bei schweren Gefechten und Luftangriffen im Südwesten des Jemen kamen indes nach Angaben von Militärangehörigen und Ärzten binnen 24 Stunden mehr als hundert Menschen ums Leben. Mindestens 90 Kämpfer der Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten sowie fast 20 Regierungssoldaten seien getötet worden, hieß es vonseiten der Mediziner und des Militärs. Bei den erbitterten Kämpfen in der Region Mocha ging es den Angaben zufolge um die Kontrolle über Küstenregionen am Roten Meer.

Im Jemen wütet seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Extremistengruppen wie AQAP und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht vor allem im Süden und Südosten des Landes auszuweiten.