„Axolotl Overkill“ gewinnt Preis bei Sundance Filmfest

Der deutsche Beitrag „Axolotl Overkill“ ist beim Indiefilmfestival Sundance mit dem Cinematographie-Preis ausgezeichnet worden. Der Sundance-Preis würdigte damit in der Nacht auf gestern die Kameraführung des Belgiers Manu Dacosse.

Die Tragikomödie nach dem Buch und unter der Regie von Helene Hegemann verfolgt den Abstieg der jungen Mifti, gespielt von Burgschauspielerin Jasna Fritzi Bauer, in die Berliner Techno- und Drogenszene. Der Titel des Buchs „Axolotl Overkill“ wurde für den Film leicht modifiziert.

Ein weiterer Cinematographie-Preis ging an Rodrigo Trejo Villanueva, den Kameramann der von Indien, Deutschland und Finnland koproduzierten Dokumentation „Machines“. Sie handelt von dem Alltag in einer gigantischen Textilfabrik im indischen Gujarat.

Preis für US-Liebesdoku

Der Film „The Nile Hilton Incident“ brachte dem Team von deutschen, schwedischen und dänischen Filmemachern einen der höchsten Dramapreise ein. Zur besten Dokumentation aus den USA kürte die Große Jury „Dina“. Der Film schaut auf die unkonventionelle Liebesbeziehung zwischen einer exzentrischen Vorstadtfrau und dem Türsteher eines Billigkaufhauses.

Das von Hollywood-Star Robert Redford (80) gegründete Festival in dem Wintersportort Park City hatte in zehn Tagen 119 Spielfilme und Dokus sowie Kurzfilme vorgestellt. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme.

Mehrfach Kritik an Trump bei Verleihung

Während der auch live im Internet übertragenen Preisverleihung wurde immer wieder Kritik an den Einreisebeschränkungen von US-Präsident Donald Trump laut.

Die Exekutivdirektorin des Sundance-Instituts, Keri Putnam, sagte in ihrer Rede: „Wir wissen, dass mit der Schließung unserer Grenzen (...) für internationale Künstler auch der Fluss von Ideen und Inspirationen stoppt, der so lebenswichtig ist für die globale Gemeinschaft.“