Totes Kind an Spaniens Südküste angespült

An der südspanischen Küste ist die Leiche eines kleinen Buben angespült worden, der mutmaßlich bei einem Fluchtversuch über das Mittelmeer ertrunken ist. „Die Vermutung ist, dass es sich um einen Flüchtling handelt“, sagte ein Regierungssprecher gestern im südwestspanischen Cadiz.

Das Alter des Buben werde auf sechs oder sieben Jahre geschätzt. Die Leiche sei am Freitag nahe der Ortschaft Barbate gefunden worden.

Der Sprecher verwies darauf, dass zwei Wochen zuvor in der Nähe des Orts mehrere Leichen von Menschen angespült worden waren, bei denen es sich wahrscheinlich um Flüchtlinge handelte, die von Nordafrika aus übers Mittelmeer nach Spanien gelangen wollten. Es werde geprüft, ob es eine Verbindung zum Tod des nun aufgefundenen Buben gebe.

Der Fall erinnert an den Tod des dreijährigen Flüchtlingsbuben Ailan Kurdi aus Syrien im September 2015. Das Bild seiner Leiche, die in der Türkei an Land gespült worden war, ging damals um die Welt.